Sie sind hier:  Startseite > Aktivitäten > 2015 > Neujahrsempfang
Seitenanfang
Seite
Menü
News

2015 Neujahrsempfang

 

Herr Hausotter hielt zur Eröffnung des Neujahrsempfang eine Rede über die Aktivitäten des Vereins im Jahr 2014 und gab Ausblick auf die geplanten Aktivitäten im laufenden Jahr. Die Aktivitäten standen unter dem besonderen Zeichen deutscher und europäischer Geschichte - diese Themen werden auch im Jahr 2015 unter dem besonderen Ereignis der Wiedervereinigung Deutschlands nach 25 Jahren Mauerfall stehen.
Er bedanke sich für die sich für die Unterstützung des Vereins durch die Stadt Hungen, inbesonder von Herrn Bürgermeister Wengrosch und dem 1. Stadtrat Werner Wirth. Natürlich gebürde auch der Dank allen aktiven Mitgliedern die den Verein bei der Gestaltung und Durchführung der Aktivitäten unterstützten.
Besonders wurde auf den friedlichen und toleranten, sowie offenen Umgang mit anderen Kulturen in unserer Stadt und Deutschland umzugehen. Dies sollte als eine Bereicherung aktzeptiert werden. Der kulturelle Austausch erweitert ja schließlich auch die Allgemeinbildung und baut Ängste gegenüber anderen Kulturen ab.
Weiter unten ist die gesamte Rede des Vorsitzenden Herrn Hausotter wiedergegeben.
 Neujahrsempfang des Partnerschaftsvereins am 16.01.2015

Liebe Mitglieder und Gäste des Partnerschaftsvereins,
ich darf Sie alle ganz herzlich zu unserem schon zur Tradition gewordenen Neujahrsempfang begrüßen. Besonders begrüßen möchte unseren Bürgermeister, Herrn Rainer Wengorsch, den Stadtverordnetenvorsteher Karl-Ludwig Büttel (mit Gattin) sowie den 1. Stadtrat, Herrn Werner Wirth mit Gattin. Ich freue mich, dass so viele Mitglieder und Gäste der Einladung gefolgt sind, zeigt dies doch die Verbundenheit mit unserem Verein und sicherlich auch die Tatsache, dass Sie sich in unserem Verein wohl fühlen.
Ein Neujahrsempfang ist eine gute Gelegenheit, ein Fazit für das vergangene Jahr zu ziehen und einen Ausblick auf das neu begonnene Jahr zu halten.
Das Jahr 2014 war für den Partnerschaftsverein nicht ganz so ereignisreich wie das Jahr 2013 mit den 2 Jubiläumsfeiern, dennoch können wir durchaus sagen, dass viele Aktivitäten stattgefunden haben. So wurde in der Europawoche im vergangenen Jahr Spanien als Schwerpunktland ausgesucht, was bei der Eröffnungsveranstaltung mit einer Präsentation über Spanien, einer Flamenco-Tanzgruppe und einer spanischen Sängerin zum Ausdruck kam. Die Studienfahrt führte ins Riesengebirge in unsere Nachbarländer Tschechien und Südpolen und war sicherlich nicht nur für einige mitgereiste ehemalige Heimatvertriebene und 2 Teilnehmerinnen aus St. Bonnet-deMure ein besonderes Erlebnis. So war es sehr denkwürdig festzustellen, was aus dem ehemaligen deutsch besiedelten Sudetenland geworden ist. War einst das Sudetenland ein wirtschaftlich und kulturell hoch entwickeltes Gebiet, so stellt man nun fest, dass die Infrastruktur und die wirtschaftliche Entwicklung des heute dünn besiedelten Teils von Tschechien und Südpolen arg gelitten haben. Dieses Gebiet ist nunmehr lediglich als Wander- und Wintersportgebiet für den Tourismus von Bedeutung, und es stellt sich aus heutiger Sicht nach ca. 70 Jahren die Frage, ob nicht die unrerchtmäßige Vertreibung der Sudetendeutschen aus diesem Gebiet dem Land zum Nachteile gereicht hat.
Im September führten wir mit dem befreundeten Hungener Tanzclub unter der Leitung der „Tänzer“ Gaby und Werner Ickler eine Wanderfahrt an die Mosel mit einer Stadtführung in Bernkastel-Kues und eine Schifffahrt auf der Mosel durch, und im Oktober trafen wir uns mit unseren Partnern aus St. Bonnet-de-Mure zum Arbeitstreffen in Rixheim bei Mühhausen.
Beim Brunnenfest, dem Allerheiligenmarkt und dem Weihnachtszauber waren wir jeweils mit einem Verkaufsstand vertreten, und die Geselligkeit im Verein wurde durch Stammtische und das so genannte Männerkochen gepflegt.
Ich danke allen Mitliedern, die den Partnerschaftsverein im vergangenen Jahr bei diesen Aktivitäten in vielfältiger Weise unterstützt haben. Ebenso danke ich Herrn Bürgermeister Wengorsch und dem 1. Stadtrat Werner Wirth für die Unterstützung unseres Vereins seitens der Stadt Hungen und für die gute Zusammenarbeit.
Im gerade begonnenen Jahr werden wir wieder ähnliche Veranstaltungen durchführen. Ein Terminplan für unseren Verein ist Ihnen bereits im Dezember zugegangen, so dass Sie Ihre privaten Termine und Pläne darauf abstimmen können.
Ein besonderes Ereignis wird sicherlich wieder unsere Studienfahrt sein, die uns im Juni unter der sachkundigen Leitung unseres Mitglieds Karl Heinz Schmalz nach Berlin führt.
Diese Fahrt soll uns wiederum ein Stück deutscher Geschichte vergegenwärtigen, denn sie steht unter dem Thema „Berlin – 25 Jahre nach dem Fall der Mauer“. Karl Heinz Schmalz wird später die Studienfahrt vorstellen und erläutern – die Ausschreibung für diese Fahrt wird heute verteilt.

Ich möchte noch einmal auf 2 weitere Aktivitäten hinweisen, die im Terminplan angegeben sind: Zum einen die so genannte „Conversation Francaise“ unter der Leitung unseres jungen Mitglieds Joachim Kuczera (der nächste Termin findet bereits am 22. Januar um 19 Uhr in der Küche und im Vorraum der Gesamtschule statt) und das Boule-Spielen, das in den Monaten April bis Oktober auf dem Gelände der Dipling-Werke stattfinden soll. (Näheres hierzu können Sie bei unserem Vorstandsmitglied Adolf Neubauer erfahren)
Des Weiteren möchte ich auf einige Ziele des Vereins eingehen. Der Partnerschaftsverein ist lt. seiner Satzung ein Verein für internationale Beziehungen. Wir dokumentieren dies durch unsere Partnerschaft mit der Jumelage in St. Bonnet-de-Mure, die wir intensiv pflegen, und bei der es jährlich zu mehreren Begegnungen kommt.
Weniger erfolgreich sind z.Zt. die Beziehungen zur Gemeinde Ditro in Rumänien, bei der wir noch auf eine Reaktion des Bürgermeisters auf unsere Anfrage bezüglich der Fortführung unserer Partnerschaft aus Ditro warten. Wir sind offen für weitere Beziehungen, wenn sich eine Chance ergibt.
Bei diesen internationalen Kontakten wie auch bei unseren Studienfahrten in benachbarte Länder ist es unser Ziel, die interkulturelle Kompetenz zu fördern.
Interkulturelle Kompetenz heißt, offen zu sein für andere Kulturen, sie zu verstehen und zu akzeptieren. Dies führt zu mehr Toleranz und Akzeptanz, was in letzter Zeit in unserem Land zu einem aktuellen Thema geworden ist. Leider müssen wir feststellen, dass sich bei vielen Menschen bei der Begegnung mit anderen Kulturen Ängste breit machen, dass die eigene Kultur verloren geht. Interkulturelle Kompetenz heißt nicht, die eigene Kultur zu vernachlässigen oder gar aufzugeben, sondern bedeutet, den friedfertigen und verständnisvollen Umgang mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen zu pflegen.
Deutschland ist ein Land für Zuwanderer geworden, dies ist bereits Realität. Wir brauchen Menschen aus anderen Ländern, um den Umfang der Arbeit zu bewerkstelligen. Denken Sie nur z.B. an die Bereiche Gastronomie, Krankenhaus und die High-Tech- und IT-Industrie. Die demographische Entwicklung unserer Bevölkerung macht es notwendig, qualifizierte Arbeitskräfte in unser Land zu holen. Wer das nicht sieht, verkennt die Realität.
Wir sollten uns daran erinnern, wie ungeliebt die Heimatvertriebenen, im Volksmund meist Flüchtlinge genannt, nach dem Krieg waren. Auch hier waren es die Ängste der Einheimischen, dass ihnen Arbeitsplätze oder gar Eigentum weggenommen würden. Ich, vor allen Dingen meine Mutter mit 5 kleinen Kindern ohne Mann bzw. Vater – unser Vater war im Krieg gefallen – bekamen dies am eigenen Leib zu spüren. Ich glaube, wir, die ehemaligen Flüchtlinge, haben der Nation durchaus nicht geschadet, sondern mitgeholfen, Deutschland nach Krieg wieder aufzubauen, indem wir uns eine eigene Existenz schufen. Man braucht sich nur hier umzuschauen, so sind doch etwa die Hälfte der heute hier Anwesenden ehemals Zugezogene.
Ein weiteres Ziel unseres Vereins ist, junge Menschen für die Interessen unseres Vereins zu gewinnen und in unser Vereinsleben zu integrieren. Hierfür müssen wir den jungen Leuten Projekte anbieten, Jugendliche aus anderen Ländern kennen zu lernen und mit ihnen gemein-same Aktivitäten durchzuführen. Der Partnerschaftsverein unterstützt dies bereits beim Schüleraustausch der hiesigen Gesamtschule mit St. Bonnet-de-Mure, mit Ditro und beim so genannten Sommercamp, das abwechselnd in Frankreich und in Deutschland stattfindet, in diesem Jahr z.B. in der Nähe von Berlin. Im Sommer ist geplant, eine Jungendmannschaft zu einem Fußballturnier des TSV nach Hungen einzuladen, um so die deutsch-französischen Kontakte zu intensivieren. Bei meinem Besuch des Seminars „Forum für internationale Partnerschaften“ Anfang Dezember, bei dem die Überalterung der deutsch-französischen Partnerschaftsvereine und der Mangel an Nachwuchs generell angesprochen wurde, wurden eben solche Projekte vorgeschlagen, um das Interesse der Jugelichen für Partnerschaftsarbeit zu wecken. Das Engagement und die Motivation der Jugendlichen werden nicht dadurch verstärkt, dass man jährlich die deutsch-französischen Freundschaftsverträge in den Mittelpunkt stellt. Dies sollte vorwiegend Sache des Geschichtsunterrichts in der Schule bleiben.
Das Anliegen, mehr junge Menschen für den Verein zu gewinnen, habe ich beim letzten Arbeitstreffen in Rixheim betont und die französische Seite um die gleiche Zielsetzung gebeten.
Zum Schluss möchte ich noch einmal auf die guten Vorsätze für das neue Jahr, die viele Menschen, sicherlich auch viele von Ihnen haben, zurückkommen und hierzu ein kurzes Gedicht von Erich Kästner vortragen:

 

Man soll das Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd.
Wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.

Je üppiger die Pläne blühen,
umso verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat.

Es nützt nicht viel, sich rot zu schämen.
Es nützt nichts, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen.

Lasst das Programm und bessert Euch drauflos.
Lassen Sie uns nun gemeinsam auf ein gutes neues Jahr anstoßen!
Grußwort Bürgermeister!
Und nun freuen uns auf das Buffet, das gleich aufgetragen wird und vom Team „Männerkochen“ mit ihrem „Chefkoch“ Horst Kühnel an der Spitze und weiteren fleißigen Helferinnen unseres Vereins erstellt wurde. Horst und alle Beteiligten einen herzlichen Dank, ebenso unserem „Gertränkewart“ Adolf Neubauer sowie den Damen, die die Dekoration des Raumes übernommen haben (Anne Kuhl, Lilly Hausotter, Doris Kircher und Mechthild Stehr).
Wir werden am Ende ein Sparschwein aufstellen, das sich sehr freuen würde, wenn es gefüttert würde. Nun wünsche ich uns allen einen schönen und unterhaltsamen Abend.
 Zeitungsartikel
 

 

« vorige Seite Seitenanfang nächste Seite »
Seitenanfang
Seite
Menü
News

aktuelle Informationen :

2017 Wandertag Wiesbaden

2017 Arbeitstreffen Bodensee

zum Terminplan 2018

15-jähriges Jubiläum der Städtepartnerschaft


Seitenanfang
Seite
Menü
News
Seitenanfang
Seite
Menü
News

Powered by CMSimple | Template: ge-webdesign.de | Login